Schon seit der Schulzeit bin ich von der Fotografie begeistert. Als ich in der 11. Klasse war, kamen die ersten erschwinglichen digitalen Spiegelreflexkameras auf den Markt, die es für mich als Anfänger möglich machten, zu
experimentieren und die Ergebnisse sofort zu beurteilen. Ich entschied mich für den Kauf einer Canon Eos 300D, was ich nie bereut habe. Noch heute bin ich mit dieser Kamera überaus zufrieden.
Im Frühjahr 2010 unterrichtete ich eine 8. Klasse der Maria Ward Schule in Mainz im Fach Physik.
Auf dem Lehrplan stand "Optik". Zu Beginn dieses Themas wird häufig die Camera Obscura durchgenommen, die von Schülern mit einer Lochblende und einer Mattscheibe aufgebaut werden kann. Ich entschied mich allerdings dafür, mit
meiner Klasse nach dem gleichen Prinzip Lochkameras zu bauen, die mit Fotopapier bestückt wurden. Die Kameras, die die Gruppen von je drei Schülerinnen bauten, unterschieden sich in Form, Ausmaßen und Lochgröße. Die Schülerinnen
konnten dann ein Motiv wählen, Entfernung und Belichtungszeit bestimmen und durch Abziehen eines Klebestreifens an der Blende das Papier belichten. Die Bilder wurden dann in der Dunkelkammer entwickelt. Dieses Projekt und die
Ergebnisse begeisterten mich so sehr, dass mein Interesse für die Fotografie wieder auflebte.
Katzen sind für mich ein reizvolles Motiv, erstens weil ich sie wunderschön finde, zweites weil sie nicht wissen, dass sie fotografiert werden und deswegen in ihrem Verhalten vor der Linse weder kooperativ noch destruktiv sein können.
Sie sind einfach so, wie sie sind und das gilt es festzuhalten. Da meine Katzen keinen Freigang haben, fotografiere ich sie entweder in unserem Gehege oder in der Wohnung, wo die Lichtverhältnisse oft schlecht sind. Im Septemer 2010
habe ich mir deswegen den Traum von einem kleinen Fotostudio erfüllt.
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